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Sonntag 21.02.2021

  • Posted on:  Sunday, 21 February 2021 20:16
Natürlich haben unsere Pfleger alle ihre Schützlinge sehr lieb, trotzdem gibt es immer wieder besondere Sorgenkinder. über deren Vermittlung man am liebsten in lauten Jubel ausbrechen würde. Ein solches Sorgenkind war der schon ältere Sennenhund Simmerl, der aber von allen nur Simmal gerufen wurde. Simmals Besitzer war verstorben, der extrem menschenbezogene und liebe Simmal suchte verzweifelt nach ihm. Im Tierheim sah er wohl ein, dass sein Herrchen da eher nicht auftauchen würde und schloss sich stattdessen eng an die Pfleger an. Der friedliebende alte Herr durfte daher vorn im Verwaltungsbereich mitlaufen und wurde von allen Pflegern immer wieder durchgeknuddelt. Im neuen Tierheim gibt es diese Möglichkeit leider nicht, wir machten uns daher große Sorgen um Simmal. Eerfreulich schnell fanden sich aber auf unseren Notfallaufruf nette Menschen, die den ältere Herrn jetzt zu sich genommen haben. Altersbedingt hat Simmal Probleme mit der Hüfte, gelegentlich kippt er auch um oder kann allein nicht mehr aufstehen. Er läßt sich dann aber aufhelfen und läuft einfach weiter, er liebt seine Spaziergänge trotz seiner Malaisen immer noch. Treppensteigen ist dagegen Gift für seine Hüfte und sollte unbedngt vermieden werden. Das junge Paar, das ihn zu sich genommen hat, hat daher beschlossen, abwechselnd mit Simmal im Erdgeschoß zu schlafen, damit er nicht zum Schlafzimmer hochsteigen muss. Zudem sind die Eltern tagsüber mit im Haus, Simmal muss nie allein bleiben. Auch eine Hündin sowie Katze, Hühner und Ponys leisten ihm ebenfalls Gesellschaft. Unsere Pfleger haben Simmal bereits besucht, er macht einen absolut glücklichen Eindruck.

Ein anderer sehr schwierig zu vermittelnder Hund war die Französische Bulldogge Lilly. Lilly ist eigentlich ein sehr sehr lieber Hund, hat aber das Problem, dass sie nach einiger Zeit im neuen Zuhause das Kommando übernimmt und ihr Zuhause dann mit Klauen und Zähnen verteidigt. Zwei Vermittlungen scheiterten, weil die neuen Besitzer glaubten, bestens mit der lieben Hündin Dr. Lilly Jekyll zurechtzukommen und dann völlig erstaunt waren, plötzlich Lilly Hyde mit gefletschten Zähnen dastehen zu haben. Ein sehr nettes Paar hatte vor vielen Jahren unseren Sambo adoptiert, der sich mit Hingabe in die Hände aller Gassigeher verbiss, die glaubten ihn anfassen zu können. Mittlerweile war Sambo schon ein sehr betagter Hundeherr mit vielfältigen Wehwehchen und massiven Herzproblemen und musste vom Tierarzt immer wieder aufgepäppelt werden. Seine Besitzer dachten, was einmal gutgegangen ist, kann auch ein zweites Mal klappen und nahmen Lilly erstmal zur Probe zu sich. Wichtigster Grund für diese Zurückhaltung war, dass erst mal ausgetestet werden sollte, ob Sambo mit der neuen Mitbewohnerin zurechtkommen würde. Tatsächlich gab es anfangs kleine Reibereien, die beiden umschlichen sich mißtrauisch, Lilly machte auch bald klar, dass sie vorhatte Chefin zu werden, da wurde auch mal ein großer Zeh der Besitzer in Mitleidenschaft gezogen. Sambo zog sich in seine Ecken zurück, dies hatte er in letzter Zeit krankheitsbedingt aber auch so gemacht. Die Besitzer machten mit Lilly jeden Tag lange Spaziergänge, während denen Sambo ruhen konnte und mit beiden zusammen zweimal 10 - 15 Minuten, in denen die beiden schon bald als Team zusammen herumliefen. In den Weihnachtsfeiertagen verschlechterte sich Sambos Zustand rapide, er litt unter Sauerstoffmangel und konnte auch nicht mehr therapiert werden. Schweren Herzens ließen seine Besitzer ihn gehen. Auffallend ist, dass auch die herrische Dame Lilly in der ganzen Wohnung nach Sambo suchte und ihn offensichtlich vermisste. Die Besitzer trauern sehr un diesen ganz besonderen Hund mit seinem eigenen Charakter, sind aber froh, dass die Wohnung jetzt nicht leer ist, sondern Lilly ihnen über die Trauer hinnweghilft.
Gestern haben wir von Lilly ein wunderschönes Update bekommen:
Halli Hallo aus Wien,
Wir hoffen es geht euch gut und der Umzug läuft gut ins neue Tierheim.
Falls ihr glaubt Lilly kommt wieder, müssen wir euch leider enttäuschen ;-), die geben wir nicht mehr her.
Wir hatten wieder mal Gäste, noch immer keine leichte Aufgabe, aber mit der Zeit bekommen wir das auch noch in den Griff. Mit uns ist sie ein absoluter Engel. Benimmt sich vorbildlich und hält uns gut auf Trab. Auf der Strasse mit Menschen gibts keine Probleme, manche Hunde scheinen ihr suspekt zu sein, aber da müssen wir ja nicht nah ran. Sonntags weiß sie auch schon genau, dass es raus aus dem Stadtzentrum geht und sie dann laufen darf, da fetzt sie dann durch die Wälder, Wiesen und Felder in und um Wien. Von der Donauinsel bis zu den Weinbergen und dem Wienerwald hat sie schon alles erforscht. Stolz wie sonst was läuft sie dann im ZickZack um uns.
Wir hoffen es ist OK für euch wenn wir sie übernehmen, die Herausforderung scheint uns wohl machbar.
Schöne Grüße aus Wien!
Lilly, Maria & Matthias

Unsere Dorela war ein Angsthund, der sich in seinem Transportkorb verkroch und anfangs allenfalls als davonhuschender Schatten gesehen werden konnte. Es dauerte lange, aber sie hat sich toll entwickelt:
Lieber Holger, mal wieder ein kurzer Gruß von Dorela und Meli. Dorela mutiert langsam zum Kampf-Schmuser....sie hat entdeckt dass Menschenhände wunderbar massieren und kraulen können





Auch unser Paulchen war ein wenig schwierig, bei seinen jetztigen Besitzern zeigt er sich aber nur von der Schokoladenseite und fühlt sich bei Frauchen richtig sauwohl.






Unser Little, der jetzt Johnny heißt, ist ein sehr liebenswerteer kleiner Hundeherr, der bei uns ein wenig unsicher war und dann auch mal zuschnappte. Bei seinen Besitzern fühlt er sich sehr wohl und hat keine Angst mehr, sich verteidigen zu müssen.
Gelesen 228 x Zuletzt bearbeitet am Monday, 22 February 2021 21:47
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