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Samstag 17.08.2019

  • Posted on:  Saturday, 17 August 2019 22:54
Gleich drei Hunde sind bei uns eingezogen. Die ersten waren die beiden Brüder Berny und Jacky. Berny und Jacky stammen ursprünglich aus Bosnien. Ein befreundeter Tierschutzverein dachte, für die beiden ein gutes Zuhause gefunden zu haben. Leider scheiterte die Vermittlung, weshalb die beiden bei uns untergebracht wurden und jetzt von uns vermittelt werden können. Die Brüder sind recht ungestüm, lieben alle Menschen, neigen aber dazu, sie auch voller Freude anzuspringen, was bei der Größe und Kraft der Brüder auch mal problematisch sein kann. Wie sie mit anderen Hunden und mit Katzen sind, wissen wir nicht, Kinder lieben sie mit Sicherheit, würden sie aber wohl voller Zuneigung einfach umrennen. Kinder sollten daher etwas größer und standfest sein. Erziehung haben die Brüder wohl nie bekommen, die Grundkommandos sind ihnen eher fremd. Wir suchen daher Menschen, die Erfahrung mit Herdenschutzhunden und ihren rassetypischen Eigenheiten haben, auch eine eventuelle Hundeschule sollte mit Herdenschutzhunden umgehen können. Die Beiden sind ein eingespieltes Team und machen alles zusammen, wir träumen daher davon, dass sie zusammenbleiben können. Sollte dies nicht möglich sein, kann man sie aber auch getrennt an herdenschutzhunderfahrene Plätze vermitteln.

Der dritte Neuzugang war Bruno, der uns als Bassetmischling gemeldet wurde. Brunos Besitzerin ist verstorben, eine Bekannte hatte ihn aufgenommen. Leider kamen Bruno und die eingesessene Hündin der Überbringerin nicht miteinander aus, weshalb Bruno jetzt bei uns abgegeben wurde. Bruno ist 10 Jahre alt, für sein Alter ist er aber noch sehr fit. Bruno ist ein absolut menschenfreundlicher Hund, auch für Kinder wäre er sicher ein toller Kumpel. Bruno kann aber überhaupt nicht alleine bleiben, wird er allein gelassen, fängt er sofort an, lautstark zu jammern. Für Bruno wäre daher ein Haushalt ideal, in dem viele Menschen leben, darunter welche, die immer daheim sind und ihn bekuscheln können. Auch Autofahren ist nicht sein Ding, ihm wird übel, weshalb häufige Autofahrten vermieden werden sollten.

Unser großer schwarzer Johnny durfte nach erstaunlich kurzer Zeit im Tierheim schon wieder ausziehen, was uns die Aufnahme der Neuzugänge überhaupt erst ermöglichte. Von dem liebenswerten Johnny haben wir bereits mehrere begeisterte Rückmeldungen bekommen:
Hallo liebe Tierschützer,
Johnny geht es prima. Gestern vergaß ich zu erwähnen, dass ich ihn beim Fressnapf gewogen habe. Er hatte auf den Punkt 36 kg. Ich hätte ihn eher so gegen 40 geschätzt. Im Fressnapf hat er sich prima benommen, trotz der vielen verlockenden Gerüche rundherum. Heute Morgen war ich schon gespannt, ob er in der Motivation des ersten Spazierganges wieder in die Leine beißt, aber er macht es nicht mehr. Ich lasse ihn Sitz machen und häng ihn an. Er ist total entspannt und wenn die Schnauze zur Leine geht reicht ein ruhiges "Nein". Auch sonst entwickelt er sich phänomenal. Ich war abends mit ihm im Wirtshaus, um etwas zu essen. Er setzte sich unter den Tisch und war nicht mehr zu bemerken. Ich bin zweimal kurz außer Sicht gegangen und hab ihm ein "Bleib" gesagt. Er rührte sich nicht vom Fleck. Später bin sogar wirklich auf die Toilette und obwohl die Bedienung an den Tisch kam blieg er brav liegen. Es ist mir ein Rätsel, wie die Vorbesitzer sich von so einem Hund trennen konnten. An der Leine geht er ziemlich gut. Natürlich ist die Umgebung für ihn neu, da riecht er auch Hasen und evtl. sogar Füchse. Deshalb wollte er schon ein bisschen voraus gehen und schnuppern. Aber er hat nicht gezogen und ging auf Befehl auch ganz gut am Fuß. In Hebertsham kennt er schon fast alle Einwohner und dabei fiel mir auf, dass er wesentlich zutraulicher und kontaktfreudiger auf Frauen reagiert als auf Männer. Letztere begrüßt er und ist ganz lieb, aber damit hat sichs auch. Zu Frauen, v.a. wenn sie hoch und so ein bisschen "duzi-duzi-mäßig" sprechen geht er sofort zu leckt und ihnen die Hand , den Arm und was er halt erwischt. Anscheinend war seine frühere Hauptperson die Dame des Hauses. Als ich für eine dreiviertel Stunde zur Physiotherapeutin musste, blieb er problemlos alleine. Um Mittag herum habe ich mit ihm ein bisschen ohne Leine gearbeitet. Auf dem umzäunten Tennisplatz meines Nachbarn. Johnny ist einfach super. Wenn ich nicht Angst hätte, dass mal ein Hase vor uns auftaucht, könnte ich mit ihm ganz ohne Leine gehen. Mit Katzen ist er auch ganz lieb. Er möchte halt spielen, was die Tigerchen etwas distanzlos finden, aber er ist absolut ohne jede Aggression.
Nächste Meldung:
Johnny und mir geht es sehr gut. Jeder in meinem Dorf und meiner sonstigen Umgebung hat ihn bereits in Herz geschlossen. Gestern war ein interessanter Tag für uns zwei.Wir haben beim Spazierengehen einen Hund in der entfernteren Nqchbarschaft getroffen. Der ist ein kleiner, nicht kastrierter Mix und geht Johnny etwa bis zum Bauch. Er ist nicht kastriert und streunt viel frei herum. Hunden nähert er sich, mir als Menschen gegenüber war er immer eher ein bisschen feige und hielt Distanz. Ich habe die beiden zusammengelassen, weil sie beide wedelten und ganz friedlich waren. Aus einem mir nicht erkennbaren Anlass wurde Johnny dann aber ärgerlich und kabbelte sich mit dem unterlegenen kleinen Hund. Ich zog ihn gleich weg und es ist nichts weiter passiert. Ich war aber doch sehr überrascht, weil es die erste aggresive Aktion war, die ich bei Johnny erlebt habe. Da muss ich in Zukunft vorsichtiger sein. Möglicherweise fand er den kleinen Hund distanzlos, weil er ihm unter der Brust herumlief. Außerdem war Johnny an der Leine, der andere nicht. Obwohl ich die Leine bewusst ganz locker ließ.
Am Abend war ich bei Nachbarn, da hat Johnny dann mit deren Katzen geschmust. EIne davon, die angeblich mit allen fremden Tieren eher ekelhaft ist, ging gleich zu Johnny hinund gab ihm Nasenstüber. Sie waren sofort beste Freunde. Ich habe Johnny heute versuchsweise für ca. 2 Stunden alleine gelassen. Das war gar kein Problem. Er ist supergelehrig und akzeptiert meine Tabus. Er ging z.B: nicht auf mein Sofa, obwohl ich weg war.
Johnny ist inzwischen haftpflichtversichert und die Ummeldung bei Tasso ist auch vollzogen. Denen muss ich nur noch einen Fragebogen zurückschicken. Im Gemeindeamt hat man mich zur Anmeldung (Steuer) auf Montag verwiesen, weil die zuständige Dame nicht im Haus war. Das erledige ich dann auch noch.

Unsere Dorela hatte unglaublich viele Ängste, der mittlerweile verstorbene Alex hat sich sehr um sie gekümmert und ihr Vertrauen eingeflößt. Im neuen Zuhause machte Dorela immer wieder Fortschritte, hatte aber auch rückfälle. Mittlerweile ist sie ein recht tapferer Hund geworden, in kritischen Situationen sucht sie aber immer noch den Schutz ihrer Freunde, vor allem die gelassene Melli ist geeignet, ihr Sicherheit zu vermitteln. Auf dem Foto hatte der Wind zwei Türen zugeknallt und Dorela hat bei der entspannten Melli Schutz gesucht.




Kater Ares und sein Kumpel Moritz haben ihre Besitzerin voll im Griff, spätestens wenn der oft geübte Herzensbrecher-Blick zum Einsatz kommt, können sie alles durchsetzen, was sie wollen!
Gelesen 271 x Zuletzt bearbeitet am Sunday, 18 August 2019 00:05
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