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Samstag 13.07.2019

  • Posted on:  Saturday, 13 July 2019 20:20

Fast täglich trudeln bei uns neue Schildkröten ein, viele sind Fundschildkröten, sehr viele werden uns aber auch gebracht, weil sich die Besitzer nicht informiert haben und dann ganz erstaunt feststellen, dass die gekauften Winzlinge immer größer werden und nicht mehr ins Aquarium passen. Bei der Vermittlung von Schildkröten ist zu beachten, dass praktisch alle Landschildkröten streng geschützt sind und nur mit Zustimmung des Landratsamts vermittelt werden dürfen. Bei den Wasserschildkröten gehören viele zu den invasiven Arten und dürfen nur an ausbruchsichere Plätze vermittelt werden. Da auch wir noch Ansprüche stellen und die Schildkröten nur an Menschen geben, die sich mit der Haltung intensiv befasst haben und die auch noch mit Fragen wie Überwinterung sachkundig sein müssen, können wir nur sehr selten Schildkröten abgeben. Trotzdem durfte jetzt unser kleiner Trudor ausziehen. Trudor ist ein für sein Alter extrem kleiner Chinesischer Dreikielschildkrötenmann. Auch Trudors Besitzer hatten sich nicht informiert, Trudor lebte unter dem Namen Trudi zusammen mit Schneckerl in einem viel zu kleinen Aquarium. Als sich die beiden in der Enge nur noch zofften, merkten die Besitzer, dass da etwas gar nicht gut lief und brachten die beiden zu uns. Ein sehr nettes Mädchen wünschte sich schon seit Ewigkeiten eine Schildkröte und konnte jetzt endlich die Mama überreden. Der kleine Trudor fand Gefallen, er wird jetzt ein richtig geräumiges Terrarium bewohnen. Da Trudor in diesem Terrarium ganzjährig leben kann und nicht überwintert werden muss, ist die Haltung nicht ganz so kompliziert. An Trudors Stelle wurde aber schon der nächste Schildkrötenmann zu uns gebracht. So ganz genau sind die Umstände seiner Abgabe nicht geklärt, aber die Besitzerin hat ihn wohl in ihrem Ententeich gefunden, war aber der Ansicht, dass ein Ententeich nicht wirklich für Schildkröten geeignet ist. Wir vermuten eine Graptemys Ouachitensis, von denen leben schon einige in unserem Teich.

Die beiden Katzen Tequila und Nugget waren extrem scheu, unsere Pfleger konnten trotz aller Bemühungen ihr Vertrauen nicht gewinnen. Die neuen Besitzer waren sich bewusst, dass es richtig lange dauern könnte, bis die beiden (wenn überhaupt) zutraulich werden, hofften aber auf ihren sehr sozialen Kater als Vermittler. Seit  1 1/2 Monaten sind die beiden jetzt ausgezogen, heute haben wir einen wunderschönen Bericht bekommen:
Liebes Team vom Tierschutzverein,
nachdem mein Frederick nicht mehr nach Hause kam und mein Noah auf einmal ganz allein war, habe ich bei Euch nach neuer Gesellschaft für ihn gesucht und gefunden. Seit fast 2 Monaten sind Tequila (Jetzt Jimmy) und Nugget (Jetzt Leonie) nun bei uns und nun möchten die Beiden mal von sich hören lassen:
Am Anfang hatten wir Beide zur Eingewöhnung ein eigenes Zimmer. Wir waren extrem schreckhaft. Kann man uns das verübeln? Da wird man in eine Katzenbox gesteckt, ins Auto gesetzt und irgendwo in einem fremden Zimmer wieder raus gelassen. Dann ist da auf einmal so eine Frau, ein großer Hund und ein Kater. Na das mussten wir doch erstmal genauer begutachten. Nach ca. einer Woche mussten wir dann aber schon mal schauen, was da hinter der Tür noch so wartet. Und siehe da...der Hund, der sich Franz nennt, ist ganz lieb. Und der Kater, welcher Noah genannt wird, scheint auch ganz in Ordnung. Er faucht ab und zu aber ansonsten macht er einen netten Eindruck.
Nach einer weiteren Woche öffnete sich die nächste Tür...und da war sie auf einmal. Die große weite Welt. Der Garten musste sofort erobert werden und dann war da noch mehr. Den ganzen Tag über die Felder und Wiesen schlendern. Das macht Spaß. Aber eben auch hungrig. Sehr hungrig. Frauchen meint, dass wir ihr die Haare vom Kopf fressen. Aber naja...Sie hat viele Haare. Da macht das nichts. Und ganz oft gibt es frisch gekochte Pute. Da gibt es kein Halten mehr.
Und natürlich müssen wir danach schlafen. Überall Kratzbäume und ein großes Bett. Eigentlich sollen wir da nicht rein aber wir wissen genau, wie wir Frauchen davon überzeugen können, dass das Bett viel zu groß für sie allein ist. Sie hat es nun auch verstanden.
Fazit: Hier lässt es sich aushalten. Und mittlerweile erlauben wir Frauchen auch, uns mal zu streicheln. Wenn sie das glücklich macht...warum nicht.
Anmerkung von Frauchen: Leonie hat sich total in Noah verliebt. Sobald er auftaucht, weicht sie ihm nicht mehr von der Seite. Die Bilder sprechen Bände.
Vielen Dank für die Zwei. Ich hatten wirklich Respekt vor der Gesellschaftung zweier Katzen. Aber ich hatte mich sehr gut vorbereitet und viel Geduld habe ich auch. Mittlerweile sind wir ein eingespieltes Team.
Bis zum nächsten Mal.
LG
Mandy, Franz, Noah, Jimmy und Leonie

Auch unsere Luana, die jetzt auf Trudi hört, hat sich gemeldet:
Uns geht es soweit gut. Trudi probiert sich jetzt im Man trailing, was ihr Spaß macht, und darin ist sie richtig gut. Liebe Grüße Trudi und co.

Gelesen 231 x Zuletzt bearbeitet am Saturday, 13 July 2019 21:43
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