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Mittwoch 28.11.2018

  • Posted on:  Wednesday, 28 November 2018 21:32
Die kleine Mischlingshündin Julie stammt aus Rumänien und hat dort wohl Schlimmes erlebt. Entsprechend groß war ihr Mißtrauen fremden Menschen gegenüber. Von einer engagierten Tierschützerin  wurde Julie in einer gutgemeinten, aber leider völlig schiefgegangenen Aktion aus Rumänien "gerettet" und ohne Kennenlernphase und ohne umfassende Beratung an die erstbesten Interessenten weitergegeben. Es kam wie es kommen musste, schon wenige Stunden nach der Übergabe schaffte Julie es, ihren neuen Besitzern zu entwischen und sich wochenlang versteckt zu halten. Irgendwann tauchte Julie auf der Terrasse einer tierlieben Frau auf, blieb dort, wurde gefüttert und fasste schließlich ein wenig Vertrauen zu ihrer unfreiwilligen Herbergsmutter. Die konnte sie schließlich sichern und nahm sie übergangsweise in Pflege auf, um ihr ein positiveres Menschenbild zu vermitteln. Dauerhaft konnte Julie auch bei ihr aber nicht bleiben, weshalb sie schließlich zu uns gebracht wurde. Ihre ursprünglichen Übernehmer, die geglaubt hatten, einen problemlosen und "dankbaren" Hund zu bekommen, wollten Julie nach der wochenlangen Suche nicht mehr zurückhaben und haben sie an uns übereignet. Bei uns war Julie immer noch mißtrauisch, freundete sich aber recht schnell mit den Pflegern an und wagte es schließlich sogar, fremden Menschen, die "ihrem" Zwinger zu nahe kamen, recht deutlich die Meinung zu sagen. Hundeerfahrene Gassigeher, die noch einen weiteren Hund besitzen, mit dem Julie sich bereits bestens versteht, haben sich jetzt lange um Julie bemüht. Julie hat mittlerweile gemerkt, dass nicht alle Menschen eine Bedrohung darstellen und hat sich bereits sehr an ihre Interessenten gebunden. Der Hundekumpel, der Menschen natürlich ganz und gar nicht schrecklich findet, gibt ihr zusätzliche Sicherheit. Heute durfte Julie zu ihren neuen Menschen ziehen und war ganz offensichtlich sehr erfreut darüber, von ihnen abgeholt zu werden. Dass julie vorsichtshalber trotzdem mit einem Sicherheitsgeschirr gesichert wird, ist selbstverständlich, dürfte aber sicher schon sehr bald eine überflüssige Vorsichtsmaßnahme sein. Wir freuen uns sehr für Julie und glauben fest daran, dass sie in sich in ihrer neuen Familie bald völlig sicher fühlen wird und nicht mehr versuchen wird, zu flüchten.

In letzter Zeit haben sich mehrere Interessenten beschwert, weil wir Freigängerkatzen nicht an stark befahrene Straßen vermitteln. Dass die Interessenten bereits Katzen hatten, die ein hohes Alter erreichten, ohne überfahren zu werden, freut uns sehr, ist aber leider keine Garantie, dass Katzen, die ihre ganze Kindheit und Jugend im Tierheim verbracht haben und die in ihrem Leben noch nie ein Auto gesehen haben, ähnliches Glück haben. Dass dem nicht so ist, zeigen die vielen Bilder totgefahrener Katzen, die uns fast täglich erreichen und die vielen verletzten Katzen, die oft von unseren Mitarbeitern auch noch in Nachteinsätzen eingefangen und zum Tierarzt gefahren werden müssen. Unsere Tierarztkosten für Verkehrsopfer bewegen sich dieses Jahr bereits im hohen (!)  fünfstelligen Bereich, diese beachtliche Summen belasten unser Budget sehr. Auch heute wurde wieder eine Katze eingesammelt, die so einige Verletzungen hat und aufwändig behandelt werden muss. Der Kater wurde in Neukirchen bei Riedering gefunden und befindet sich jetzt in der Tierarztpraxis Dr. Schiele. Er ist etwa ein Jahr alt und leider nicht gechippt.
Gelesen 223 x Zuletzt bearbeitet am Wednesday, 28 November 2018 22:18
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