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Welttierschutztag 04.10.2018

  • Posted on:  Thursday, 04 October 2018 19:52
Im Zug der Bauvorbereitungen entrümpeln wir momentan das Tierheim, alle möglichen Dinge, die wir ewig aufgehoben hatten, werden jetzt entsorgt. Unter anderem haben wir jetzt aus dem Speicher jede Menge Ordner mit alten Unterlagen heruntergeschafft. Bei der Durchsicht der Ordner nach Dingen, die noch aufgehoben werden müssen, haben wir uns auf einmal gefühlt wie Don Quijote, der gegen die Windmühlenflügel der Gemeinden kämpft.
Wir haben ja vor einigen Jahren die Gemeinden Bruckmühl und Oberaudorf verklagt, weil die sich weigerten, Fundtierkosten zu übernehmen. In den unteren Instanzen haben wir damals gewonnen, der Bundesverwaltungsgerichtshof hat dann entschieden, dass die Gemeinden für die Versorgung der Fundtiere zuständig sind und die Tierheime keine Berechtigung haben, die Kosten in Rechnung zu stellen, wenn sie mit der Gemeinde keinen entsprechenden Vertrag haben. Aus dem alten Unterlagen ging nun hervor, dass der Tierschutzverein Rosenheim schon vor 20 Jahren gerichtlich gegen die Gemeinde Oberaudorf vorging. Auch damals verlor der Tierschutzverein, da damals sehr wortklauberisch zwischen Fundtieren und herrenlosen Tieren unterschieden wurde und die gefundenen Tiere als herrenlose Tiere eingestuft wurden. Diese Rechtsprechung wurde mittlerweile aufgegeben, trotzdem sind wir in der Frage nach einer angemessenen Fundtierpauschale kaum weitergekommen! Gefunden wurde auch das Schreiben einer Gemeinde, die kategorisch behauptete, dass es bei ihr keine (wirklich absolut keine!) Fundtiere gebe, Schreiben, nach denen Kosten mit verschiedensten Ausreden nicht übernommen wurden sowie diverse Unterlagen, dass Gemeinden für die Fundtiere Pauschalen in Höhe von 100, 200 und 400 DM bezahlten, was die Kosten auch damals natürlich nicht annähernd deckte.
Eigentlich dachten wir, die Auseinandersetzungen mit den Gemeinden wären eine Angelegenheit des aktuellen Vorstands, tatsächlich haben bereits unsere Vorgänger seit über 20 Jahren mit den Gemeinden um eine angemessene Kostenübernahme gestritten und gekämpft, es erschreckt uns maßlos, dass in den vielen Jahren noch nicht mehr erreicht werden konnte!
Anläßlich des heutigen Welttierschutztages appellieren wir daher an alle Bürgermeister und Gemeinderäte, sich im Interesse des Tierschutzes zu engagieren und für eine Einwohnerpauschale von mindestens 50 pro Einwohner einzusetzen. Den Gemeinden, die sich bereits bereit erklärt haben, die Mindestsumme von 50 Cent zu zahlen, danken wir natürlich, auch hier wollen wir aber darauf hinweisen, dass auch 50 Cent noch nicht kostendeckend sind (wir hatten jetzt gerade Tierarztrechnungen in horrender fünfstelliger (!) Höhe zu begleichen, da uns diese Jahr unglaublich viele Fundkatzen mit Knochenbrüchen gebracht wurden, die offensichtlich im Straßenverkehr unter die Räder gekommen sind).
Gelesen 163 x Zuletzt bearbeitet am Thursday, 04 October 2018 20:16
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