Die Fundtierschwemme hält unvermindert an. Am Sonntag ist am Samerberg bei einer Urlauberin ein kastrierter Kater aufgetaucht, der nicht mehr
gehen wollte. Der Bauer in der Nähe kannte den Kater nicht, auch sonst fand sich kein Besitzer. Der Kater ist kastriert, er ist sehr schlank, aber nicht abgemagert. Er hat Flöhe und eine Augenentzündung. Menschen gegenüber ist er aufgeschlossen, super verschmust und zutraulich.

Eine weitere Katze ist in Bernau ebenfalls Urlaubern zugelaufen. Die Katze maunzte die ganze Nacht vor der Unterkunft der Urlauberin, diese
versuchte daraufhin, in der Nachbarschaft die Besitzer zu finden, hatte aber keinen Erfolg. Die Katze hat längeres Haar, das wohl irgendwann unsachgemäß ausgeschnitten wurde, mittlerweile aber reichlich verfilzt ist. Da die Urlauber aus Berlin kommen und die Katze natürlich nicht einfach mitnehmen wollten, haben sie sie zu uns gebracht.

Wir hatten keine Ahnung wieviele Landschildkröten gehalten werden. Heute wurde uns wieder ein Findling gebracht, es handelt sich um ein
erwachsenes männliches Tier, das in Aschau gefunden wurde. Der Schildkrötenmann ist etwa 25 cm lang. Ein weiteres Fundtier wurde uns aus Prien gemeldet, bis Montag kann es bei den Findern bleiben. Wenn auch diese Schildkröte zu uns ziehen wird, wird es richtig eng. Wir haben "unsere" vier Landschildkröten Herby, Röschen, Calimero und Constantin, die Gewächshäuschen mit Freilauf bewohnen. Dann ist da noch der dreibeinige Findling, der uns vor einigen Tagen gebracht wurde. Neuzugänge müssen alle separiert untergebracht werden, da der Verdacht auf eine gefährliche Herpesinfektion immer im Raum steht. Erst wenn die Tests negativ sind, wird die strenge Quarantäne aufgehoben. Mit dem Findling aus Aschau und womöglich auch noch der Schildi aus Prien bekommen wir enorme Platzprobleme und wissen wirklich nicht mehr, wo wir noch irgendwelche Becken hinstellen können.
