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Welttierschutztag 04.10.21

  • Posted on:  Monday, 04 October 2021 19:26
Heute ist Welttierschutztag.

Sehr viele Organisationen haben sich dem Tierschutz verschrieben. Vereine, die besondere Voraussetzungen erfüllen müssen, tun dies unter dem Dach des Deutschen Tierschutzbundes, dem auch wir angehören.

Die Themen, die diese Vereine beschäftigen, sind allerdngs bei allen ziemlich die gleichen. Ein aktuelles Thema, das durch die Corona-Krise noch sehr verschärft wurde, ist der illegale Welpenhandel, der derzeit auch eines der wichtigsten Themen des deutschen Tierschutzbundes ist. So wurde erst vor wenigen Tagen im Landkreis Berchtesgadener Land ein Transport mit 10 viel zu jungen Mopswelpen aufgegriffen. Die Welpen wurden in ein nahegelegenes Tierheim gebracht und müssen nun aufwendig aufgepäppelt und medizinisch versorgt werden. Auch wir hatten dieses Jahr schon eine Anzahl beschlagnahmte Welpen aufnehmen müssen, unter anderen eine beachtliche Gruppe von Cane-Corso-Welpen und Junghunden. Wir können nur an alle Tierfreunde appellieren, keine Hunde aus dem Internet zu kaufen oder zu bestellen und auf keinen Fall welpen aus dem Ausland zu übernehmen. Nur so kann man dem Elend der tierquälerisch gehaltenen Elterntiere und dem Leid der viel zu klein von den Eltern getrennten Jungtiere entgegenwirken!
Ein weiteres großes Thema sind für alle Tierschutzvereine die vielen Kätzchen, die jedes Jahr auf Bauerrnhöfen und an anderen Orten, an denen freilaufende Katzen leben, geboren werden. Extrem viele dieser Kätzchen infizieren sich mit Schnupfen, verlieren teilweise durch diese Infektion ihre Augen und tragen lebenslange Schäde davon. Schon seit Jahren setzt sich der Deutsche Tierschutzbund für eine Kastrationspflicht ein, die allerdings nichts für die vielen freilaufenden und herrenlosen Katzen bewirken  wird. trotzdem ist jede Katze, die sich nicht unkontrolliert vermehrt, ein kleiner Sieg für den Tierschutz. Auch der Tierschutzverein Rosenheim führt immer wieder Kastrationsaktionen  in größeren Katzenpopulationen durch. Sind die Katzen verwildert, werden die Mütter kastriert, medizinisch versorgt und dann an ihren vertrauten Plätzen wieder freigelassen. Ihre Kinder, die noch klein genug sind, um zahm zu werden, werden auf Pflegeplätze vermittelt und dort auf das Leben in Familien vorbereitet. Auch hier appellieren wir wieder an alle Tierfreunde, ihre Katzen kastrieren zu lassen und ungewollte Vermehrung zu verhindern!
Ein Thema, das in letzter Zeit immer aktueller wird, sind die vielen möglichst exotischen Haustiere, die immer mehr gehalten werden. Immer öfter müssen wir feststellen, dass Menschen sich möglichst ungewöhnliche Haustiere anschaffen, sich jedoch nicht ausreichend über ihre Schützlinge informieren. So wurden uns immer wieder Wasserschildkröten gebracht, weil man ja nicht wusste, "dass die so groß werden". Wenn wir uns die Schildkröten dann ansahen, waren sie im Vergleich mit unseren ausgewachsenen alten Damen eher sehr winzig, aber halt doch dem ursprünglichen kleinen Aquarium entwachsen. Ein anderes Beispiel für exotische Tiere sind die beiden Chamäleone, die momentan als Fundtiere bei uns sitzen. Die Reptilienauffangstation in München musste auch schon Krokodile, Luchse, Waschbären und Affen aufnehmen. Uns selber bleiben diese Findlinge bislang erspart, der Deutsche Tierschutzbund musste aber schon einen Transport mit 320 Tieren, darunter Weißwedelhirsche, jede Menge Singvögel, Gänse. Schwäne und ein Affe, unterbringen. Auf solche Tiere ist kein Tierheim vorbereitet. Entsprechnd schwierig ist es , sie artgerecht zu versorgen. Auch hier können wir nur alle Tierfreunde bitten, sich gut zu überlegen, ob sie diese Tiere artgerecht halten können und sich intensiv über ihre Haltung zu informieren.
Und dann haben wir natürlich noch unser eigenes spezielles Thema: dank zweier großzügiger Erbschaften konnten wir endlich das dringend notwendige neue Tierheim bauen. Leider hat dieses tolle Tierheim unsere finanziellen Mittel weitgehend aufgezehrt. Unsere ausgaben sind aber so hoch wie nie, diese Mittel können wir auch weiterhin nur mit Spenden, Erbschaften und der Beteiligung der Gemeinden an den Fundtierkosten stemmen. Ein kleiner Lichtblick war heute die Nachricht, dass die Stadt Rosenheim ihre Fundtierpauschale verdoppelt hat, wir hoffen, dass viele kommunen ihrem Beispiel folgen und angemessene Fundtierpauschalen bewilligen. Die Finanzierung unseres Tierheimbetriebs ist ein harter Kampf und wir danken allen, die uns mit kleinen und großen Beträgen in diesem Kampf untersttzen!
Gelesen 167 x Zuletzt bearbeitet am Tuesday, 05 October 2021 17:51
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