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Tötung der Straßenhunde in Rumänien

  • Posted on:  Saturday, 28 September 2013 20:12

Vom deutschen Tierschutzbund hat uns der folgende Aufruf erreicht, den wir mit unterstützen möchten.

Herr Schröder beschreibt die Situation unter den gegebenen schlimmen Umständen sehr sachlich. Leider haben wir in den meisten deutschen Tierheimen keine Kapazitäten, um aktuell Hunde aus Rumänien aufzunehmen. Das können wir leider nur bestätigen. Unser Tierheim in Rosenheim ist momentan trotz vieler erfolgreicher Vermittlungen wieder völlig überfüllt und eigentlich würden wir sooo gerne helfen, auch wenn wir nur wenige Hundeseelen retten könnten. Aber es geht nicht, da wir schon wieder eine lange Warteliste bei den Hunden aus Stadt und Landkreis Rosenheim haben. Die Hunde können erst nachrücken, wenn wir wieder Platz haben. Wir hoffen aber, wenn sich unser neues Tierheim tatsächlich realisiert, auch für solche außergewöhnliche Notsituationen Plätze vorhalten zu können und einen noch besseren und aktiveren Beitrag zum Tierschutz  leisten, als dies uns leider momentan aufgrund der vorhandenen Gegebenheiten möglich ist.
Aktuell können wir nur gemeinsam mit allen Kräften versuchen, die Lage vor Ort dauerhaft zu verbessern und vor allem die grausame Tötung der unzähligen unschuldigen Straßenhunde noch irgendwie zu verhindern.

Nachfolgend der Aufruf des Deutschen Tierschutzbundes:

Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde,

wie Sie bestimmt bereits wissen, hat das rumänische Verfassungsgericht gestern ein Gesetz für verfassungsgemäß erklärt, das die massenhafte Tötung von Straßenhunden erlaubt. Das Gesetz wurde seitens der rumänischen Regierung mit dem tragischen Tod eines Kindes begründet, der Medienberichten zufolge durch die Attacke mehrerer Straßenhunde verursacht worden sein soll. Das Gerichtsurteil ist eine Bankrotterklärung für den Tierschutz in Europa. Rumänien verstößt damit nicht nur ganz massiv gegen ethische Grundsätze der Europäischen Union, es handelt auch europäischen Vereinbarungen über die Berücksichtigung des Tierschutzes zuwider.

Nun müssen wir alles tun, um den politischen Druck auf das EU-Mitglied massiv zu erhöhen. Nur das kann jetzt ein Einlenken der rumänischen Regierung noch bewegen und dann gäbe es die Chance, tierschutzgerechte Maßnahmen einzuleiten. Dazu gehört die Umsetzung des Konzeptes „Hilfe zur Selbsthilfe vor Ort": Einfangen, Kastrieren und Freilassen.

Wir haben daher in den vergangenen Tagen den rumänischen Botschafter, den Präsidenten Rumäniens, die Europäische Kommission und die Deutsch-Rumänische Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag angeschrieben und an sie appelliert, Ihren Einfluss geltend zu machen, damit das grausame Gesetz nicht in Kraft tritt. Die wichtigsten Schreiben finden Sie anbei.

Uns allen ist bewusst, dass es keine dem Tierschutz dienliche Lösung wäre, Hunde nach Deutschland zu holen, zumal auch die Aufnahmekapazitäten der Tierheime nicht ausreichen würde. Derzeit ist auch die Lage vor Ort unklar, inwieweit Kastrationsaktionen noch durchgeführt werden können. Wir werden uns mit bereits in Rumänien tätigen Organisationen in Verbindung setzen und bei den Maßnahmen vor Ort nach unseren Möglichkeiten helfen, jetzt und bei späteren Lösungen. Darauf können Sie sich verlassen. Uns muss es aber jetzt zuerst einmal gelingen, die Tötungen zu beenden bzw. nicht beginnen zu lassen, um dann mit tierschutzgerechten Maßnahmen die eigentliche Ursache des Problems - die Überpopulation von Straßenhunden - anzugehen.

Was wir jetzt brauchen, ist die geballte, politische Kraft unserer gesamten Organisation. Wenn es uns gelingt, das Europäische Parlament auf die drohende Massentötung von Straßenhunden aufmerksam zu machen, kann sich die Europäische Union des Problems nicht mehr entziehen. Daher brauchen wir jetzt Ihre Hilfe!

Schreiben Sie an die Europaabgeordneten Ihrer Region und fordern Sie sie auf, gemeinsam mit Ihren Kollegen im Parlament alles dafür zu tun, damit das grausame Gesetz nicht in Kraft tritt. Das Tötungsgesetz muss im EU-Parlament beraten und gerügt werden.

Im Anhang dieser E-Mail finden Sie eine Tabelle mit den deutschen Europaabgeordneten, sortiert nach Postleitzahlen. Im Internet können Sie unter dem Link

http://www.europarl.europa.eu/meps/de/search.html?country=DE

die Abgeordneten Ihrer Region gezielt finden. Außerdem haben wir Ihnen im Anhang eine Formulierungshilfe beigefügt, die Ihnen beim Verfassen Ihres Schreibens helfen kann.

Ich danke Ihnen für Ihre Solidarität und Ihre Hilfe, wir werden ebenso alles versuchen, um das Töten zu beenden.

In tierschützerischer Verbundenheit

Ihr

Thomas Schröder

Anbei die in der Mail von Thomas Schröder erwähnten Anhänge :

Textbausteine
Schreiben an den EU-Kommissat für Landwirtschaft Ciolos
Schreiben an den EU-Kommissar für Energie Oettinger
Schreiben an den rumänischen Präsidenten
Liste der Mitglieder des Europäischen Parlaments

Die genannten Dokumente können dort kostenlos heruntergeladen werden.
Gelesen 3310 x Zuletzt bearbeitet am Thursday, 03 October 2013 10:23
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