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Mehr Achtung für unsere Wildtiere

  • Posted on:  Sunday, 01 December 2019 21:02
Resolution
zur Mitgliederversammlung
am 23.11.2019 in Nürnberg
Auch in Zeiten des Klimawandels
Mehr Achtung für unsere Wildtiere
Derzeit ist die Diskussion um den Klimawandel und
den damit verbundenen klimaangepassten Waldu m-
bau in vollem Gange. Unter der Leitlinie „Wald vor Wild“ wird von nahezu allen Akteuren eine massive
Reduktion der Schalenwildbestände gefordert. Unsere heimischen, wildlebenden Huftiere (Reh, Rot und
Gamswild ) werden oft nur noch als „Waldschädlinge“ wahrgenommen, die bekämpft werden
Wissenschaftler haben in einer aktuellen Studie (Reimoser (2018) Wildschadensproblem und Forst
Jagd Konflikt im Alpenraum Hintergründe, Entwicklungen, Perspektiven. Jah rbuch des Vereins zum
Schutz der Bergwelt, 83: 61 116) belegt, dass die Formel „mehr schießen, weniger Wild, weniger Wil d-
schaden“ nicht funktioniert.
Auch geht in der aktuellen Diskussion vollständig unter, dass Rotwild nur 14 Prozent der bayerischen
Land esfläche (Rotwildgebiete) nutzen darf und dass dem Gamswild, das eine geschützte Art gem. A n-
hang 5 der Flora Fauna Habitat Richtlinie (FFH RL) ist, nur ein kleiner Teil seines natürlichen Sommer
und Winterlebensraums (aufgrund der Schutzwaldsanierungsfläc hen und gebiete) zur Verfügung steht.
Der Deutsche Tierschutzbund, Landesverband Bayern e.V. stellt fest, dass bei dem notwendigen Wal
d-
umbau sowohl das Augenmaß im Umgang mit unserem Wild, als auch Aspekte des Tierschutzes, des
Muttertierschutzes und die Tatsache, dass Wildtiere, auch das Schalenwild, wichtige Faktoren im Ök o-
system Wald, sind, nicht außer Acht gelassen werden dürfen und Verbissschäden häufig durch massiven
Freizeit und Jagddruck und fehlendes oder falsches Wildtiermanagement ausgelöst we rden. Wir fordern
daher:
-
Anerkennung von Wildtieren, auch der Huftiere, als integraler Bestandteil des Wald
ökosystems.
-
Lebensraumverbesserungen für das Schalenwild durch jagdfreie Äsungsflächen und die
großflächige Ausweisung von Wildruhezonen und Wildschutzgebieten als Instrumente
des Wildtiermanagements.
-
Tragfähige Fütterungskonzepte für Notzeiten, sowohl für Rot --,als auch für
-
Jagd unter strikter Einhaltung des Tierschutzgesetzes und des Muttertierschutzes.
-
Keine großfläch igen Schonzeitaufhebungen und Nachbeantragung von Abschüssen.
-
Kürzere Jagdzeiten, Einstellung der Jagd spätestens am 15. Dezember.
-
Keine Lockerung des Nachtjagdverbotes.
Gelesen 33 x Zuletzt bearbeitet am Sunday, 01 December 2019 21:05
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