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* Ein Plädoyer an Katzenfinder *

  • Posted on:  Friday, 12 June 2026 16:41

Liebe Tierfreunde,

dieser Beitrag kommt von Herzen.

Leider erleben wir immer wieder, dass Menschen eine Katze im Garten, vor der Haustür oder in der Nachbarschaft entdecken, die miauend umherläuft, hungrig wirkt oder einfach nur sehr bedürftig aussieht. Aus Mitgefühl wird gefüttert, die Katze kommt regelmäßig wieder und irgendwann entsteht schnell der Gedanke:

"Die ist bestimmt ausgesetzt worden."
"Das muss ein Streuner sein."
"Die hat doch niemanden."

Und genau hier möchten wir um etwas bitten:

!!Nicht jede zugelaufene Katze ist herrenlos.

Ja, es gibt tatsächlich ausgesetzte Katzen. Ja, es gibt Streuner, die Hilfe brauchen. Aber die große Wahrheit ist: Viele Katzen, die irgendwo auftauchen, werden bereits schmerzlich vermisst.

Während die Katze vielleicht gerade regelmäßig an einer neuen Futterstelle versorgt wird, sitzt möglicherweise irgendwo eine Familie voller Sorgen. Vielleicht suchen Kinder jeden Abend am Fenster nach ihrem geliebten Haustier. Vielleicht wartet eine zweite Katze zuhause auf ihren langjährigen Gefährten. Vielleicht schlafen Menschen seit Tagen kaum noch, weil sie nicht wissen, was mit ihrem Tier passiert ist.

Für uns ist es immer wieder schwer, Vermisstenmeldungen zu veröffentlichen und dabei den Gedanken im Hinterkopf zu haben, dass die Katze vielleicht gar nicht weit weg ist – sondern von gutmeinenden Menschen aufgenommen wurde, die glauben, sie hätten ein herrenloses Tier gefunden.

  • Deshalb unsere große Bitte:
  • Fragt in der Nachbarschaft nach, ob jemand die Katze kennt.
  • Hängt Such- oder Fundmeldungen aus.
  • Informiert das zuständige Tierheim.
  • Meldet das Tier bei der Gemeinde oder den zuständigen Stellen.
  • Lasst beim Tierarzt prüfen, ob ein Mikrochip oder eine Tätowierung vorhanden ist.
  • Macht eine offizielle Fundmeldung mit Fotos und einer Beschreibung des Tieres.

Auch wenn niemand in der unmittelbaren Umgebung die Katze kennt, bedeutet das nicht automatisch, dass sie kein Zuhause hat.

Wir haben schon die unterschiedlichsten Geschichten erlebt:

  • Katzen, die versehentlich in Autos mitgefahren sind.
  • Tiere, die an Bus- oder Bahnhöfen plötzlich weit entfernt von ihrem Zuhause auftauchten.
  • Katzen, die durch einen Schreck ihr gewohntes Revier verlassen haben.
  • Wohnungskatzen, die durch eine offene Tür oder ein gekipptes Fenster entwischt sind.
  • Freigänger, die vertrieben wurden oder neue Wege eingeschlagen haben.

All das passiert häufiger, als viele denken.

Und ganz wichtig:

!! Niemand von uns kennt jede einzelne Katze in seiner Nachbarschaft.

Selbst wenn man seit vielen Jahren dort lebt, bedeutet das nicht, dass man alle Tiere kennt oder weiß, wo sie hingehören. Katzen verändern ihre Wege, erweitern ihre Reviere oder tauchen plötzlich an Orten auf, an denen sie zuvor nie gesehen wurden.

Deshalb bitten wir euch von Herzen:

  • Geht niemals vorschnell davon aus, dass eine zugelaufene Katze ausgesetzt wurde.
  • Geht zuerst davon aus, dass irgendwo jemand nach ihr sucht.
  • Meldet Fundtiere immer offiziell.
  • Helft mit, Familien wieder zusammenzubringen.

Denn hinter jeder vermissten Katze könnte ein Mensch stehen, der nichts lieber möchte, als sein Tier wieder in die Arme zu schließen.

Ein Fundtier zu melden kostet nur wenig Zeit – kann für eine Familie aber die ganze Welt bedeuten.

Gelesen 189 x Zuletzt bearbeitet am Monday, 15 June 2026 09:36
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