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8. August Tag der Katze

  • Posted on:  Dienstag, 08 August 2017 22:01
Jedes Jahr landen zig Katzen bei uns in der Katzenabteilung.
Alle diese Katzen sind natürlich einzigartig, jede hat ihren eigenen unverwechselbaren Charakter.
Manche haben jedoch ein besonders schweres Schicksal, viele sind alt, krank oder in irgendeiner Form behindert, manche wurden von ihren Menschen schlecht behandelt oder einfach abgeschoben, manche hatten auch noch nie richtige Besitzer und haben es nie kennengelernt, dass Menschen einem Sicherheit und Geborgenheit vermitteltn können.

Anläßlich des heutigen Tages der Katze haben wir ein paar besonders arme Seelen herausgesucht:

Tamino wurde im Alter von etwas 10 Monaten mit einem völlig verdrehten Vorderbein gefunden, er dürfte sich mit dieser Verletzung wohl auch schon einige Zeit herumgeschleppt haben. Tamino musste mehrfach operiert werden und lange in der Tierarztpraxis bleiben. Mittlerweile sind die Beine soweit gerichtet, dass er gut zurechtkommt. Vor einigen Wochen durfte er zu neuen Besitzern ziehen, die sich an seiner leichten Behinderung nicht stören, sicherheitshalber wird er aber trotzdem als Wohnungskatze leben.






Tessa wurde 2009 mit drei Geschwistern ausgesetzt gefunden und ins Tierheim gebracht. Tessa hatte schlimmen Schnupfen und Durchfall, der Schnupfen konnte soweit unter Kontrolle gebracht werden, der Durchfall ist ihr leider bis heute geblieben. Tessas Darmflora ist völlig zerstört, alle Versuche mit verschiedenen Medikamenten und Schonfutter aller Art haben leider bis heute keine Besserung gebracht. Tessa lebt praktisch ihr ganzes Katzenleben im Tierheim und fühlt sich hier völlig zuhause, sie wird daher nicht mehr vermittelt.




Bärli wurde mit zwei weiteren Katzen aus einer Wohnung geholt, aus den drei Katzen wurden wenig später sieben. Die anderen Katzen und ihr Nachwuchs sind zum Glück gesund, Bärli dagegen leidet wie so viele Katzen an einer Niereninsuffizienz, auch die Schilddrüse funktioniert nicht so wie sie soll. Bei Stress bekommt der arme Bärli epileptische Anfälle, der Umzug in ein neues Zuhause muss daher bei ihm gut überlegt sein und wirklich ein Zuhause für immer, komme was da wolle, bedeuten. In einem liebevollen ruhigen Zuhause dürften sich bei Bärli wie bei vielen Epileptikerkatzen die Anfälle auf ein Minimum reduzieren lassen.




Lilly und Baby sind Mutter und Tochter, beide sind hochgradig allergisch. Die beiden waren in sehr üblem Zustand im Tierheim gelandet, angeblich konnte sich die schon ältere Besitzerin wegen eines Umzugs nicht mehr um die beiden kümmern. Groß gekümmert hatte sie sich allerdings wohl noch nie, beide hatten große kahle Stellen, waren rollig und hatten völlig kaputte Zähne. Bei uns wurden sie kastreirt, die Zähne wurden saniert, gefüttert wurden sie mit Spezialfutter für Allergiker.  Leider gab es immer wieder Katzenschmuser, die nicht einsehen wollen, dass sie mit ihren Leckerlis solchen Tieren nur schaden, Baby hatte daher immer wieder eitrige Augen, Lilly kratzte sich wund und musste immer wieder einen Halskragen tragen. Zu diesen "Schönheitsfehlern" kam der Aufwand für Spezialfutter, die beiden mussten deshalb über ein Jahr im Tierheim warten, bis sich endlich Tierfreunde fanden, denen die Liebe dieser beiden extrem verscmusten Katzen das bißchen Mehraufwand wert war!


Stevie ist eins der vielen vielen Katzenkinder, die krank und vernachlässigt als Schnupfenkatzen im Tierheim landen. Den lebhaften und verspielten Stievie hatte es besonders heftig erwischt. Katzenschnupfen greift ja sehr oft die Augen an, bei Stevie sind beide Augen ausgelaufen, die Reste mussten entfernt werden. Stevie ist daher jetzt vollkommen blind ohne jegliches Sehvermögen. Das hindert ihn aber nicht daran, recht fröhlich durch die Gegend zu tollen. Zu unserer großen Freude hat die unerschütterliche kleine frohnatur bereits eine Interessentin, zu er wohl in Kürze umziehen darf.






Pearl hat vermutlich durch eine Schlagfalle ein Vorderbein verloren. Die Pfote war völlig zertrümmert, Pearl wurde als Fundkatze gleich zum Tierarzt gebracht. Dort wurde das Bein direkt an der Schulter entfernt, Pearl läuft seitdem als Dreibeinchen durch die Gegend. Ähnlich wie seinerzeit unsere unvergessene Pepsi kommt sie mit der Behinderung bereits sehr gut zurecht und läuft und springt fast wie eine gesunde Katze. Auch Pearl hat sich trotz der Operationen und Behandlungen ihren menschenfreundlichen Charakter bewahrt.




Brownie ist die mit Abstand "teuerste" Katze, die derzeit im Tierheim lebt. Brownie kam als Fundkatze ins Tierheim, hatte Haarlingsbefall, war abgemagert, außerdem hatte sie eine Umfangsvermehrung im hinteren Bauchbereich und entzündete Augen. Beim Blutbild hat sich dann auch noch herausgestellt, dass sie an einer Niereninsuffizienz leidet. Brownies Behandlung hat uns schon einige Tausend Euro gekostet, wir finden aber, dass Brownie jeden Cent davon wert ist! Nach wie vor ist sie nicht gesund und sieht ein wenig gerupft aus, aber wir sind zuversichtlich, dass wir das alles in den Griff bekommen und dann auch für Brownie ein liebevolles Zuhause suchen können.




Lulek ist eigentlich ein hübscher und gesunder Kater. Sein Problem sind allerdings die Menschen, die er so sehr geliebt hat und die ihn gleich zweimal im Stich gelassen haben. Das erste Mal landete Lulek im Tierheim, weil ihn jemand über den Zaun des Katzenauslaufs unserer Tierheimleiterin geworfen hatte. Nach einem Facebookaufruf haben die Besitzer ihn wieder abgeholt. Lulek war mehr als überglücklich sie wiederzusehen. Die Besitzer hatten vor am nächsten Tag nach Polen zurückzukehren, gerüchtweise haben wir inzwischen gehört, dass im Auto kein Platz mehr für den Kater war. Fakt ist, dass Lulek sich wenige Tage später völlig entkräftet in ein Lokal in der Rosenheimer Innenstadt schleppte. Seine körperlichen Entbehrungen hatte er schnell überwunden, die seelischen Schäden dagegen waren immens. Lulek drohte alle Pfleger zu töten, die auch nur in die Nähe seines Quarantänekäfigs kamen.  Nach seinem Umzug ins Katzenhaus ergab sich allerdings eine völlig unerwartete Wende. Eine treue Unterstützerin unseres Tierheim war zum Katzenschmusen gekommen, der ach so menschenfeindliche Lulek lag ganz schnell bei ihr auf dem Schoß und genoss ihre Streicheleinheiten. Hörte sie auf zu Streicheln, tat Lulek seinen Unmut mit einem fordernden "Mau!" kund und wurde natürlich sofort weitergestreichelt. Nachdem Lulek sich seine neuen Menschen so deutlich ausgesucht hatte, durfte er heute in sein neues Zuhause ziehen, wir hoffen sehr, dass er sich  mit der ebenfalls von uns stammenden Katze versteht und wirklich für immer ein schönes neues Zuhause gefunden hat.

Alexa wurde zusammen mit ihren Geschwistern von einer befreundeten Tierschutzorganisation zu uns gebracht. Ihre Mutter war verwildert und wurde daher nur kastriert und dann wieder freigelassen. Alexas drei Brüder sind alle an Fip gestorben, auch Alexa hat einen erhöhten Titer, der derzeit jedoch keine Gefahr für sie darstellt. Jede Streßsituation könnte jedoch den Ausbruch des Virus begünstigen, eine Vermittlung käme daher nur nach einer sehr langen Kennenlernphase in Frage. Zudem hat Alexa auch noch eine leichte Niereninsuffizienz, die medikamentös behandelt wird.




Alle diese Katzen sind trotz ihrer Behinderungen sehr liebenswerte Persönlichkeiten, einige haben endlich ein neues Zuhause gefunden, anderen wollen lieber im Tierheim bleiben und würden sich über Paten freuen. Für den Rest und für viele andere alte, kranke und behinderte Katzen, die immer wieder bei uns landen, suchen wir laufend nach Tierfreunden, die nicht nur die schöne Rassekatze, das gesunde und verspielte Kätzchen oder den dekorativen Perser suchen, sondern die bereit sind, sich auch auf gehandicapte Tiere, Tiere mit Eigenheiten oder ältere Prinzessinnen, der bedient werden müssen, einzulassen. Wir können all diesen Menschen auch versichern, dass gerade diese Katzencharaktere einem unglaublich viel geben können, wenn man bereit ist, sich auf sie einzulassen.
Nicht unerwähnt soll da auch noch unsere unvergessene Mücke sein, die eine mehr als eigenwillige Katezendame war, bei ihren neuen Besitzern ein eigenes Zimmer bewohnte, in dem die anderen Katzen nicht geduldet waren, die dieses Zimmer jetzt ohne mit der Wimper zu zucken an das neu in die Familie gekommene Baby als Kinderzimmer abgetreten hat und die jetzt selbst ernannte Leibwächterkatze für ihren neuen kleinen Freund Ludwig ist! Keiner hätte wirklich damit gerechnet, aber Mücke ist über sich hinausgewachsen und liebt das Baby von Herzen!
Gelesen 235 mal Letzte Änderung am Dienstag, 08 August 2017 23:44
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