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Dienstag, 13.06.2017

  • Posted on:  Dienstag, 13 Juni 2017 22:42
Heute war im Tierheim wirklich jede Menge los. Schon am frühen Vormittag ging es los, als uns eine Fundschildkröte gemeldet wurde. Vor wemigen Tagen hatten wir uns noch gewundert, dass uns dieses Jahr gar keine Schildkröten gebracht werden und schon ging es Schlag auf Schlag: Der Rotwangenmann Jamie wurde bei uns abgegeben, Gelbwange Atze wurde gebracht und wieder abgeholt, Landschildkröte Herby hat ein wunderschönes neues Domizil bei uns bekommen. Heute wurde uns die nächste Gelbwange gebracht. Die imposante Dame ist sicher mindestens 20 Jahre alt und wurde in der Nähe des Happinger Sees an der Kläranlage gefunden. Wir haben die Dame jetzt Klara genannt und sie, da sie gesund zu sein scheint, in unseren Teich entlassen. Momentan ist sie noch sehr verunsichert und vermeidet es, sich sehen zu lassen, aber wir sind recht sicher, dass sie sich schnell eingewöhnen wird.



Der nächste Einsatz erfolgte dann nachmittags als die Polizei anrief. Der Fahrer eines bulgarischen Transporters hatte angehalten, um sich etwas zu essen oder zu trinken zu kaufen. Passanten hörten aus dem Transporter das Gequengel ungehaltener Welpen und informierten sofort die Polizei. Die nahm das Ganze auch gleich in Augenschein, anscheindend hatte eine Dame aus Deutschland die Welpen ganz legal erworben. NIcht legal war allerdings, dass die Welpen nicht gechipt sind und dass sie keine Tollwutimpfung haben. Für eine wirksame Tollwutimpfung sind sie auch noch zu klein, ein oder zwei Wochen mehr bei der Mama würden ihnen sicher guttun. Zuständig für das Ganze sind jetzt Veterinäramt, Polizei und Staatsanwaltschaft, wir bringen den Jungen und die beiden Mädels so gut wie möglich unter und warten ab, was da weiter geschieht. Vermitteln können wir die Welpen vorerst nicht, da erst die Eigentumsverhältnisse geklärt werden müssen.



Damits nicht langweilig wird, haben wir (wie immer kurz nach Dienstschluss) noch zwei Fundkatzen bekommen. Die erste war ein süsses kleines Katzenmädchen die in Rosenheim in der Nähe des Busbahnhofs herumirrte. Aufgesammelt wurde sie in dem Hinterhof eines Wollgeschäftes, mit geschätzten fünf Wochen ist sie aber viel zu klein, allein an der Strasse rumzulaufen. Dass es sich da auch noch um besonders gefährliche Strassen handelt, ist fast schon egal...




Der nächste Kater trieb sich schon seit einigen Tagen auf dem Kronesgelände herum. Mit dem Pförtner war er richtig dicke und begleitete diesen auch gern auf seinen Rundgängen. Da er aber anfing, auch in den Werkshallen herumzuirren und sich zwischen den Maschinen herumzutreiben, wurde den Mitarbeitern das Ganze einfach zu gefährlich. Der Kater wurde daher an uns gemeldet, er entpuppte sich als richtig freundlicher und verschmuster Zeitgenosse. Dass er auch anders kann, zeigte er, als wir ihn in der Quarantäne in einen Käfig setzen wollten. Er schaffte es sich herauszuwinden, verteidigte seine Freiheit mit allen zur Verfügung stehenden Waffen und konnte als wild tobendes Klauen- und Zähnebündel nur mit dem Kescher wieder eingefangen und in einen Käfig verfrachtet werden.


Gelesen 278 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 14 Juni 2017 05:25
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