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Tierschutz im Garten

  • Posted on:  Donnerstag, 05 Juni 2014 19:15
Mit dem Frühling beginnen nun auch wieder die Pflegearbeiten im Garten. Auch die Tiere erwachen aus ihrer Winterruhe und erobern sich ihren Lebensraum. Leider wird dieser durch Industrie, Landwirtschaft und Straßenverkehr immer weiter eingeschränkt. Deshalb sind die Tiere auf unsere Unterstützung angewiesen und jeder Gärtner oder vielleicht auch Balkonbesitzer kann einen kleinen, wirkungsvollen Teil dazu beitragen, unsere heimischen kleinen Tiere zu unterstützen und zu erhalten. Wir stellen hier gerne einige Anregungen zusammen und vielleicht lässt sich so manches in ihrem Garten umsetzen.
Eigentlich braucht man gar nicht viel machen, denn ein naturnaher Garten bietet für viele Lebewesen einen artgerechten Lebensraum. Ein gesundes Maß an Gemütlichkeit kann also in diesem Fall ein Beitrag zum Tierschutz sein.
Jedoch ist es auch möglich in seinem Garten gezielt Lebensräume für Tiere zu schaffen. In dichten Hecken halten sich Vögel wie beispielsweise die Amsel oder der Buchfink gerne auf und finden dort auch einen geeigneten Platz zum Brüten. Damit die Vögel in der Brutzeit nicht gestört werden und sie ihren Jägern nicht hilfl os ausgeliefert sind, ist es wichtig, dass die Hecken bis Ende Juli nicht zurückgeschnitten werden. Sollte es aber unbedingt nötig sein, sollte ein Teil der Hecke unbeschadet bleiben und den Vögeln einen Lebensraum bieten. Im nächsten Jahr könnte dann dieser Teil der Hecke geschnitten werden und der andere Teil stehen bleiben.
Die Hecke bietet auch Insekten einen Lebensraum, die den Vögeln wiederum als Nahrung dienen. Viele Vögel freuen sich aber auch über einen Nistkasten. Dieser sollte
an einem ruhigen, schattigen Ort und in einer Höhe angebracht werden, in der die Vögel sich ungestört fühlen können. Das Einflugloch sollte Richtung Osten oder Südosten zeigen, da der Wind vornehmlich aus dem Westen kommt. Damit es nicht reinregnet, sollte der Nistkasten leicht nach vorn geneigt sein. Es gibt für verschiedene Vogelarten unterschiedliche Nistkästen. Dazu kann man sich im Fachgeschäft beraten lassen.
Die Vögel können Sie durch ein natürliches Nahrungsangebot in Ihrem Garten unterstützen. Fruchttragende Gehölze wie Weißdorn, Sanddorn, Wildrosen und Zieräpfel sind hervorragend geeignet, da sie ihre Früchte lang tragen und den Vögeln somit längere Zeit zur Verfügung stehen. Amsel, Drossel, Star, und Zaunkönig sind nur ein paar von den vielen Weichfutterfressern. Es gibt aber auch Vögel, die vor allem Körner fressen. Zu ihnen gehören zum Beispiel die Meise, Fink, Spatz und Zeisig. Diese freuen sich über
Sonnenblumen, Nutzhanf, Mohn und Getreidesorten.
Abgeschnittene Zweige kann man als Haufen liegen lassen. Sie bieten Lebensraum für Insekten, aber auch einen Nistplatz für den Zaunkönig und im Winter freut sich der Igel über ein Winterquartier.
Sonnig gelegene Steinmauern und Steingärten bieten ein Zuhause für wärmebedürftige Tiere wie die Eidechse. Aber auch Blindschleichen und Kröten überwintern dort gerne. Man sollte beim Anlegen auf verschiedenartige Hohlräume achten. Die Eidechse baut in den Fugen ihre Höhlen noch aus und legt in den wärmespeichernden Hohlräumen ihre Eier.
Die wichtigste Regel für einen tierfreundlichen Garten ist der Verzicht auf chemische Stoffe. Diese treffen nicht nur die Insekten, sondern auch die Tiere, die diese als Nahrung aufnehmen. Chemische Stoffe bringen den natürlichen Kreislauf aus dem Gleichgewicht und schädigen unsere Umwelt.
Dabei kann die Natur selbst Sie unterstützen. Es gibt im Handel zum Beispiel Pflanzensperren gegen Schnecken. Diese bestehen aus Pflanzen, die Schnecken nicht mögen
(z.B. Kapuzinerkresse, Wurmfarn, Begonien, Salbei, Thymian...). Auch Kaffeesatz eignet sich dazu, die betroffenen Pfl anzen zu umranden und so vor den Tieren zu schützen. Auch kalt angesetzte Pfl anzenauszüge mit denen man seine Pflanzen übergießt und neue Setzlinge darin eintaucht sind hilfreich. Ameisen meiden Lavendel und Mücken mögen keine Tomaten und duftende Kräuter wie Basilikum.
Aber auch natürliche Feinde schaffen ein ausgeglichenes Ökosystem im Garten. Bitte bedenken Sie immer, jedes Tier und sei es noch so winzig, hat eine wichtige Bedeutung im Ökosystem unserer Erde und sollte so auch von uns Menschen respektiert werden.
Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Beobachtung der Tiere im Garten, denen Sie ein Zuhause schenken.
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